Vom Simrace auf die Rennstrecke

Robert Heger gehört zum Nachwuchskader des erfolgreichen Sim Racing Teams BS+Competition um Laurin Heinrich, Alexander Voß, Philipp Eng & Bruno Spengler.

Robert Heger

In der digitalen Nürburgring Langstreckenserie geht der Sohn von DTM Fahrer Altfrid Heger gemeinsam mit Smudo, Matthias Beckwermert und Thomas Kiefer für Four Motors an den Start und führt das Team mit seinem Sim Racing Know-How an.

Wir hatten die Möglichkeit, mit ihm persönlich über die Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten dieser beiden Welten zu sprechen.

Wie bist du zum Sim Racing gekommen?

Durch meinen guten Freund Laurin Heinrich bin ich am Ende des Jahres 2019 zum Sim Racing gekommen. Wir haben uns beim Porsche Sports Cup kennengelernt und dadurch bin ich dann später auch auf das Sim Racing gestoßen und konnte nicht mehr davon ablassen.

Du trainierst mit dem Sim Racing Team BS+Competition. Wer ist der bessere Fahrer im Sim—Bruno Spengler oder Philipp Eng?

Das ist richtig. Es war für mich eine sehr große Freude mit einem Team wie BS+Competition zu trainieren und so auch mit Fahrern wie Bruno Spengler und Philipp Eng fahren und trainieren zu können. Wer der bessere der Beiden ist, möchte ich nicht beurteilen, ich denke beide haben dieses Jahr gezeigt das sie nicht nur auf der realen Rennstrecke sehr schnell und erfolgreich sind.

Mit welchem Sim-Setup fährst du?

Ich hatte das Glück bei meinem Sim Setup von Laurin Heinrich beraten zu werden. Bei meinem Lenkrad habe ich mich für ein Fanatec DD1 entschieden. Bei den Pedalen handelt es sich um die Sprint Pedale von Heusinkveld. Ich persönlich fahre mit einem Curved Bildschirm von Samsung.

Das Alles ist befestigt auf einem Rig von Simetik.

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Setup und denke es ist nicht ganz unwichtig gutes Material zu haben um langfristig erfolgreich zu sein.

Welche Erfahrungen hast du mit realem Motorsport gemacht?

Inspiriert wurde ich von meinem Vater Altfrid Heger, der seit über 40 Jahren erfolgreich im Motorsport tätig ist.

Durch diese frühe Leidenschaft und den frühen Bezug zum Motorsport habe ich als Kind angefangen Kartsport zu betreiben.

Bis heute habe ich die meisten Rennstreckenerfahrungen auf unterschiedlichen GT und Rennfahrzeugen gesammelt.

Was sind für dich die größten Unterschiede zwischen Sim und realen Rennen?

Für mich sind die größten Unterschiede die fehlenden Fliehkräfte, das indirekte Gefühl zur Rennstrecke und dann noch die fehlenden Gefahren im Sim; damit meine ich das Risiko, das immer mit dem realen Motorsport verbunden ist. Das Gefühl für Geschwindigkeiten ist im realen Motorsport deutlich intensiver.

Jedoch halte ich das Sim Racing für den perfekten Einstieg in den realen Motorsport.

Gibt es Skills, die du im Sim Racing erlernt hast und bei realen Rennen wiederverwenden kannst?

Durch den im Sim Racing realistisch dargestellten Rennverlauf konnte ich mich in Bereich von Positionskämpfen verbessern.

Auch im Bereich von Fahrzeugeinstellungen (Setup) konnte ich hilfreiche Erfahrung sammeln. Auch das virtuelle Erlernen von Rennstrecken hilft mir in der Vorbereitung auf den realen Sport.

Wenn du dich entscheiden müsstest – Sim oder Real?

Wenn ich mich entscheiden könnte, würde ich mich im Sim Racing auf meinen favorisierten realen Motorsport vorbereiten.

Wie kommst du zu Four Motors?

Der Kontakt zu Thomas von Löwis, Teamchef von Four Motors kam über das Team BS+Competition zustande. Als Rennfahrerkollegen kennen sich mein Vater und Thomas von Löwis auch schon seit über 30 Jahren.

Nachdem wir die ersten Rennen in der DNLS gemeinsam bestritten haben, haben wir bemerkt, dass wir als Team gut zusammenarbeiten und gegenseitig einiges voneinander lernen können.

Was begeistert dich an Four Motors?

Durch alternative Treibstoffe, Öle und Materialien setzt Four Motors Maßstäbe und Anstöße im Bereich Nachhaltigkeit, im Motorsport.

Das hat mich von Anfang an überzeugt und begeistert.

Zudem bin ich auch begeistert von der Teamatmosphäre und von meinen Teamkollegen, mit denen ich mich sofort gut verstanden habe.

Vielen Dank für das Interview Robert!

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