Dakar 2019 – in den Sand gesetzt

Dies ist die Story unseres gesponserten Fahrers, des tapferen und heldenhaft kämpfenden Mani Gyenes!

Dakar 2019 – durch Schluchten, Staub und LKW-Spuren

Ein wildes Abenteuer durch die Dünen Perus, ein unglaublich tapferer Held und viel, viel Pech – das sind die Eckpunkte der Geschichte von Emanuel „Mani“ Gyenes, des von MAHLE gesponserten Privatfahrers auf der Rally Dakar 2019. Aber der Reihe nach …

2019 wurde die Rally Dakar zum 41. Mal insgesamt und zum elften Mal in Folge in Südamerika ausgetragen. 137 Wettbewerber in der Motorrad-Kategorie kämpften um den Sieg. Die Strecke führte von der Hauptstadt Lima bis nach Arequipa im Süden und wieder zurück … zumindest theoretisch.

Die Herausforderung:

10 Etappen über insgesamt mehr als 5.500 Kilometer, davon 70 % Sand. Heißt konkret: Dünen in Höhenlagen über 2.000 Metern, Schluchten, Flussbetten mit vielen Steinen und viel tückischer „Fesh-Fesh“, eine extrem feine Sandoberfläche. Und das alles bei Temperaturen bis zu 35° Celsius.

Der Fahrer:

Mani Gyenes, 34 Jahre alt, aus Satu Mare, Rumänien. 1.80 m groß, 90 kg schwer. Er gilt als einer der besten Privatfahrer, sein Dakar-Debut feierte er bereits 2007, noch in Afrika. 2011 und 2015 gelang es ihm, die Marathonwertung zu gewinnen, im Gesamtklassement war seine beste Platzierung ein hervorragender 14. Rang, 2016.

Mani Gyenes

Wenn ihr mehr über Mani und die Dakar erfahren möchtet, checkt seine Facebook-Seite und die offizielle Dakar-Seite

Die Vorbereitung:

Was dramatisch enden sollte, fing übel an: Während eines Fotoshootings auf seiner KTM 450 im November erlitt Mani eine Humerusfraktur (Bruch des Oberarmknochens). Weniger als zwei Monate vor dem Dakar-Start! Doch für Mani nur ein Grund mehr, noch härter zu arbeiten. Immer wieder berichtete er auf seiner Facebook-Seite von den Fortschritten und dokumentierte seine kämpferische Einstellung. Große Unterstützung bekam er dabei von seinen vielen Freunden und auch von seinen Sponsoren – einer der bekanntesten und wichtigsten: MAHLE.

Der Kampf:

Nach der ersten Etappe noch im mittleren Mittelfeld als 68. positioniert, kämpfte sich der sympathische Rumäne systematisch nach vorne. Nach der 5. Wertung lag er bereits auf Platz 38, und damit in der Marathonwertung auf Platz 4! Sensationell, wenn man seine schwere Verletzung bedenkt. Auf seiner Facebook-Seite schreibt er: „Ich wünsche mir natürlich, dass die Route im zweiten Teil einfacher ist, aber es scheint nicht so zu sein. Alles, was ich möchte, ist, in Lima die Ziellinie zu erreichen. Vielen Dank an alle, die mir in der ersten Woche von Dakar 2019 Mut gemacht haben!“ Auch die Ergebnisse der sechsten und siebten Etappe gaben Anlass zum Optimismus …

Mani Gyenes erholte sich noch kurz von den Strapazen der Tour und wurde bereits am 19. Januar abends in Rumänien zurückerwartet. Wir wünschen ihm von hier aus schnelle Genesung!

Das Ende:

Niemand könnte die Enttäuschung – aber auch seine kämpferische Einstellung – besser zum Ausdruck bringen als Mani selbst: „Ich habe das Unmögliche probiert und war so nahe dran, aber es hat nicht sein sollen. Die 8. Etappe der Dakar 2019 stand von Beginn an unter keinem guten Stern. 80 Prozent der Motorradfahrer starteten nach 10 Autos und 5 Lastwagen, was dazu führte, dass der Trail extrem spuren- und staublastig war. Ich schlug hart auf dem Boden auf, das Navigationssystem war hinüber und meinem rechten Arm ging es nicht viel besser. Aber ich versuchte, mit meiner Maschine weiterzumarschieren, musste aber nach 10 km anhalten, weil ich meine Hand nicht mehr am Lenker halten konnte. Nach weiteren zehn Minuten des Wartens hatte ich schließlich genug – ich rief den Hubschrauber. Aber dieses Ende bedeutet nicht das Ende meiner Dakar-Träume. Ich werde nächstes Jahr stärker und noch motivierter zurückkehren!“

Einen herzlichen Glückwunsch von uns geht an alle Teilnehmer und Sieger, besonders in der Kategorie Motorrad, wo der große Favorit, der Australier Toby Price seinen Erfolg von 2016 wiederholen konnte!

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