Innovationen für Familientrucks und E-Cars: die MAHLE USA-Strategie

Werfen wir einen Blick über den Atlantik zu unseren Kollegen von MAHLE Nordamerika: Dort steht die Automobilindustrie im Spannungsfeld zwischen traditionellen Erwartungen von Industrie und Kunden und rasanten innovativen Entwicklungen, die vor allem in Kalifornien vorangetrieben werden. Ob bei großmotorigen SUVs oder bei hochmodernen Elektroautomobilen – MAHLE Expertise ist in den USA immer sehr gefragt.

Zwischen klassischem Antrieb und Mobilität von morgen

Scott Ferriman treibt in Nordamerika die Doppelstrategie von MAHLE in der Region voran.

Der Motor des Dodge ist ein echtes Kraftpaket: 6,3 Liter Hubraum mit mehr als 500 PS. Trotz der beeindruckenden Leistungswerte ist er in den USA ein Alltagsauto. Er entspricht den Vorstellungen der amerikanischen Automobilhersteller von Mobilität ebenso wie den der Kunden: Es darf gerne etwas mehr sein – think big.

Der MAHLE Vertriebschef Nordamerika, Scott Ferriman, verdeutlicht den Unterschied in den USA anhand eines anderen Models: des Chrysler Pacifica, der gerade zum „Utility Car of the Year“, zum nützlichsten Alltagsauto, gekürt wurde. „Ein typischer Zweitwagen, mit dem Eltern ihre Kinder zur Schule fahren oder die Einkäufe erledigen“, erläutert Ferriman das Einsatzgebiet des über fünf Meter langen Siebensitzers.

Im Chrysler Pacifica steckt eine Menge MAHLE Technik: Power Cell Unit, Saug- und Luftfiltermodul, Aktivkohlefilter und das Klimagerät inklusive Kompressor. Für Ferriman sind solche Fahrzeuge ein Beleg dafür, dass der Verbrennungsmotor noch lange eine prägende Rolle spielen wird. Und, was angesichts der aktuellen Debatte etwas verwundern mag: Hersteller von Pick-ups setzen verstärkt auf Diesel-Technologie!

Eng vernetzt mit unseren Kunden

In Plymouth/Michigan arbeitet MAHLE Powertrain mit den Kunden an neuen Lösungen für neue Modelle. Dabei geht es nicht um einzelne Komponenten, sondern um ganze Systeme und Motoren. Die Kunden schätzen aber auch die Softwarekenntnisse der MAHLE Experten. Diese arbeiten intensiv an Lösungen, um die komplexen Systeme moderner Fahrzeuge noch besser vor Hackerangriffen zu schützen.

Die Zukunft im Blick

Doch große Motoren und dicke Karossen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Automobilindustrie auch in Nordamerika im Wandel befindet. „Der Chrysler Pacifica ist ein gutes Beispiel dafür. Er ist als Erster seiner Klasse mit einem Plug-in-Hybridantrieb ausgestattet. Die Elektrifizierung ist auch hier in vollem Gange“, stellt Scott Ferriman fest.

Für Ferriman werden Hybridantriebe, also E-Antrieb in Verbindung mit einem Verbrennungsmotor, künftig eine bedeutende Rolle spielen: „Darum fahren wir bei MAHLE genau richtig mit unserer Doppelstrategie: der weiteren Optimierung des Verbrennungsmotors und gleichzeitigen Entwicklung von Lösungen zur E-Mobilität“.

Im Westen viel Neues

An der amerikanischen Westküste ist Mauricio Silva ganz in seinem Element, wenn er mit einem E-Mobil, einem Tesla „Model S“, unterwegs ist. Bei der Reise mit Tesla müsse man keine Furcht haben, mit einer leeren Batterie auf der Strecke zu bleiben, versichert Silva: „Hier in Kalifornien ist die Infrastruktur sehr gut“.

Denn dort ist man in Sachen Elektromobilität anderen US-Bundesstaaten einige Fahrzeuglängen voraus. Mauricio Silva betreibt zwischen San Francisco und Los Angeles seit Mitte 2016 ein MAHLE Büro. Zu Tesla, Google oder Apple sind es nur wenige Fahrminuten. „Wir wollen Kontakte knüpfen und zeigen, was wir von MAHLE zu bieten haben“, erklärt er. Tatsächlich kann das Unternehmen auf dem Markt für Elektromobile mit einer Reihe von Produkten punkten. „Wir haben Lösungen, mit denen die Batterietemperierung optimal geregelt werden kann.“

Mehr Tempo bei Innovationen

Die neuen Player im Bereich der E-Mobilität benötigen aber nicht nur andere Erzeugnisse als die etablierten Fahrzeugproduzenten. Mauricio Silva weiß auch: „Die Neulinge am Automarkt legen ein ganz anderes Tempo vor und sind sehr innovativ. Wie alle, die im Silicon Valley arbeiten“, betont Silva. Und auch amerikanische Endverbraucher, die sich für ein E-Fahrzeug entscheiden, weichen von den marktüblichen Gewohnheiten ab. Normalerweise wollen sie ihr Auto gleich mitnehmen, wenn sie zum Händler gehen, doch bei einem Elektromobil nehmen sie mehrere Monate Wartezeiten in Kauf. Der Wandel hat in Nordamerika also in vielerlei Hinsicht längst begonnen.

 

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