IM SPRINT ZUM EINSATZ

Im Notfall zählt jede Sekunde. Daher muss es schnell gehen, wenn etwa bei der integrierten Leitstelle des DRK in Böblingen ein Notruf ankommt. Den Rettungskräften bleiben nur wenige Sekunden, um sich für die Fahrt fertig zu machen. Und dann muss natürlich auch das Rettungsfahrzeug top in Schuss sein.

Das Deutsche Rote Kreuz hat im Auftrag des Landes Baden-Württemberg im Landkreis Böblingen die Notfallrettung und den Krankentransport übernommen – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Der Kreis hat eine Fläche von 618 Quadratkilometern und rund 400.000 Einwohner. Um das alles abzudecken, betreibt das DRK vier Rettungswachen in Sindelfingen, Leonberg, Herrenberg und Malmsheim, an denen die Fahrzeuge des Rettungsdienstes stationiert sind.

„Unser Fuhrpark muss top in Schuss sein, damit wir unseren Auftrag – auch im Rahmen der Gesetzgebung – erfüllen können“, erklärt DRK-Rettungsdienstleiter Gerhard Fuchs.

Immer fahrbereit

Rettungsdienste gehören zu den systemrelevanten Bereichen, auf die jeder einmal angewiesen sein kann. Um für die Menschen eine schnelle notfallmedizinische Versorgung sicherstellen, muss jeder Handgriff sitzen, jeder Weg eingeprägt sein und alles muss zu 100 Prozent funktionieren. „Es gibt eine gesetzlich festgelegte Hilfsfrist, nach der der Rettungsdienst in 95 Prozent aller Einsätze innerhalb 15 Minuten an der Einsatzstelle sein muss – egal, wie hoch das Verkehrsaufkommen ist. 2019 waren wir die Nummer 1 in Baden-Württemberg“, sagt Fuchs nicht ohne Stolz. Zum Verständnis der Zeiten: Etwa 35 Sekunden nachdem der Notruf eingegangen ist, sitzen die Einsatzkräfte im Fahrzeug.

Die rund 260 Rettungskräfte des DRK im Landkreis Böblingen fahren pro Monat etwa 1.300 Einsätze. Und damit die Rettungswagen, Notarztfahrzeuge, Krankentransportwagen und der Baby-Notarztwagen auch fahrbereit sind, hat der DRK-Kreisverband Böblingen mit Werner Klauss einen eigenen Werkstattleiter. Klauss ist Kfz-Mechaniker-Meister sowie Kfz-Elektriker-Meister und verantwortet den gesamten Fuhrpark, der aus rund 30 Fahrzeugen besteht und weit mehr als 400.000 Kilometer im Jahr auf der Straße ist.

Teamwork

Werner Klauss hat eine anspruchsvolle Aufgabe: Alle Fahrzeuge müssen rund um die Uhr einsatzfähig sein. Und das ist bei vier auf den Kreis verteilten Rettungswachen kein einfaches Unterfangen. „Das sind Einsatzfahrzeuge, und so werden diese auch behandelt. Wenn es um Menschenleben geht, muss das Material leiden“, erklärt Klauss. Daher gehört der Wechsel von Bremsscheiben und Bremsbelägen zu seinen häufigeren Arbeiten. Aber auch für Reparaturen an den Aufbauten sowie an Elektrik und Elektronik der Fahrzeuge ist Klauss qualifiziert.

Natürlich kann Werner Klauss nicht alles am Fuhrpark selbst erledigen. Daher kooperiert das DKR Böblingen mit einem großen Kfz-Betrieb, der die regelmäßigen Inspektionen übernimmt und auch Fahrzeuge nach einem Unfall abschleppt. „Wir haben da einen guten Partner gefunden, der sehr zuverlässig arbeitet und auch mal eine Nachtschicht einlegt, wenn es wirklich dringend ist. Wir geben zusammen alles, damit unsere Rettungsfahrzeuge schnell vor Ort sein können“, so Klauss.

Wir von MAHLE sagen: Danke für diese großartige Leistung, Tag für Tag! Ihr macht einfach GREAT WORK!

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